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title: "Wichtige Kennzahlen zur Messbarkeit der Nachbearbeitung im 3D-Druck"
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date: 2025-10-13
modified: 2025-10-14
lang: de
author: "Tess Boissonneault"
description: "Wenn es um den Arbeitsablauf in der additiven Fertigung geht, kann es für Endnutzer schwierig sein, die Auswirkungen einer Lösung auf ihre Produktion wirklich quantifizierbar zu verstehen. Dies gilt insbesondere..."
categories:
  - "Generative Fertigung"
  - "Nachbearbeitung"
tags:
  - "Featured"
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# Wichtige Kennzahlen zur Messbarkeit der Nachbearbeitung im 3D-Druck

Wenn es um den Arbeitsablauf in der additiven Fertigung geht, kann es für Endnutzer schwierig sein, die Auswirkungen einer Lösung auf ihre Produktion wirklich quantifizierbar zu verstehen. Dies gilt insbesondere für AM-Nachbearbeitungslösungen, deren Einführung oft in Betracht gezogen wird, um die Skalierung zu erleichtern und manuelle Arbeit, lange Vorlaufzeiten und die dadurch verursachten Engpässe zu minimieren. Niemand versteht dies besser als [Solukon, ein deutscher Spezialist für Entpulverungslösungen](https://www.voxelmatters.directory/company/solukon-maschinenbau-gmbh/), der genau weiß, was AM-Anwender suchen und wie bestehende Nachbearbeitungslösungen – einschließlich der eigenen – diese Erwartungen erfüllen können.

Heute bietet Solukon ein umfassendes Portfolio an Produkten für die Entpulverung, darunter Hardware für die AM-Fertigung auf Metall- und Polymerpulverbasis sowie fortschrittliche digitale Tools, die eine vollautomatische Entpulverung ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist das Softwaretool SPR Pathfinder des Unternehmens, das auf der Grundlage der Geometrie des Bauteils individuelle Entpulverungsbewegungssequenzen generiert. Dieses Tool ist nicht nur wichtig, um Pulver effizient aus komplexen Geometrien zu entfernen, sondern auch, um sicherzustellen, dass gedruckte Teile so konstruiert sind, dass sie vollständig entpulvert werden können.

In diesem Artikel werden wir die wichtigsten Kennzahlen in Bezug auf Kosten, Leistung und Nachhaltigkeit hervorheben, die die Nachbearbeitung messbarer machen, damit Endanwender die Eignung und das Marktpotenzial von Nachbearbeitungslösungen wie den Entpulverungslösungen von Solukon besser verstehen können.

## Wichtige Kostenkennzahlen

Laut Solukon sind Zeit und Arbeitsaufwand die wichtigsten Faktoren, die bei der Berechnung der Nachbearbeitungskosten zu berücksichtigen sind. Wie das Unternehmen erklärt, kann es viele Tage dauern, bis das Pulver mit manuellen Methoden wie Bürsten, Blasen und Schütteln ordnungsgemäß von einem gedruckten Teil entfernt ist. Durch die Entscheidung für eine automatisierte Entpulverungslösung kann dieser Zeitaufwand erheblich minimiert werden (von Tagen auf Stunden), während die Bediener gleichzeitig für höherwertige Aufgaben freigestellt werden.

Ebenso ist auch der Teiledurchsatz ein wichtiger Faktor. „Stellen Sie sich vor, Sie produzieren Teile auf einem Millionen Dollar teuren Drucksystem, nur damit diese dann in der Nachbearbeitung Schlange stehen“, sagt Marina Haugg, Leiterin Marketing & PR. Die Integration einer automatisierten Nachbearbeitungslösung kann die Produktionseffizienz erheblich steigern, indem sie die Nachbearbeitungszeiten verkürzt. Darüber hinaus kann die SPR Pathfinder-Software von Solukon den optimalen Entpulverungsweg für eine gesamte Bauplatte berechnen, nicht nur für ein einzelnes Teil, was ebenfalls den Durchsatz erhöht.

[![](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/10/Bild3-150x150.jpg)](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/10/Bild3.jpg)

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Eine weitere wichtige Kostenkennzahl ist die Pulver-Auffrischungsrate. Mit anderen Worten: Wie viel des bei einem Bauvorgang zurückgewonnenen Pulvers kann wiederverwendet werden? Die Lösung von Solukon sammelt während der Reinigung der Teile loses Pulver in einem vor Verunreinigungen geschützten Behälter, wodurch ein Großteil des Pulvers wiederverwendet werden kann. Dies wirkt sich besonders auf das Geschäftsergebnis eines Herstellers aus, wenn teure Metalllegierungen wie Titan oder Tantal verwendet werden.

## Wichtige Leistungskennzahlen

Bei der Bewertung von Nachbearbeitungslösungen steht die Sauberkeit der Teile an erster Stelle. Wie Solukon uns erklärt, liegt der Grund dafür auf der Hand: „Pulverrückstände können zu schwerwiegenden Defekten oder Beschädigungen der Teile in weiteren Nachbearbeitungsschritten oder im Gebrauch führen.“

Mit zunehmender Komplexität der Teilegeometrien steigt auch die Komplexität der Entpulverung. In diesen Fällen ist die manuelle Entpulverung nicht nur langsam, sondern kann auch ineffektiv sein. Die SPR Pathfinder-Software von Solukon löst dieses Problem, indem sie auf der Grundlage der Teilegeometrie individuelle Bewegungsabläufe für die Entpulverungshardware von Solukon generiert. Wie das Unternehmen sagt: „Die Sauberkeit der Teile ist unser oberstes Ziel, weshalb wir ständig an der Verbesserung unserer Maschinen und Prozesse arbeiten“, sagt Andreas Hartmann, CEO/CTO von Solukon.

![](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/10/SFM-AT350-complex-part.jpg)

Die Aufrechterhaltung der Teilequalität auf der Bauplattform ist ebenfalls ein wichtiger Maßstab. Beim Entpulvern wird häufig ein Klopfer verwendet, der gezielte Schläge auf das Teil ausübt, um Pulverklumpen zu lösen und zu lockern – ein häufiges Phänomen bei Materialien wie Kupfer. Diese physikalische Entpulverungstechnik kann bei Teilen mit dünnen Wänden oder empfindlichen Strukturen negative Folgen haben. Um diesem Problem zu begegnen, bietet Solukon eine Reihe verschiedener Entpulverungsoptionen an, die den Anforderungen verschiedener Bauteiltypen gerecht werden.

Bei Teilen mit empfindlichen Merkmalen können Anwender sich für die Ultraschallfrequenzanregung entscheiden, eine schonende und dennoch gründliche Methode, die das Risiko von Schäden durch Vibrationsbelastungen verringert. Selbst sehr feine Strukturen (mit einem Durchmesser von weniger als 0,5 mm) reagieren gut auf hochfrequente Ultraschallanregung. Für eher standardmäßige Teile mit dickeren Wänden bietet Solukon auch eine Methode an, die einen pneumatischen Vibrator und einen Klopfer kombiniert.

## Wichtige Nachhaltigkeitskennzahlen

Da Nachhaltigkeit für Hersteller immer mehr an Bedeutung gewinnt, stehen die CO2-Emissionen entlang der gesamten Produktionskette im Fokus der Anwender von AM-Technologien. Für den Entpulverungsschritt in Nachbearbeitungs-Workflows sind daher die Verbrauchswerte, einschließlich des Inertgasverbrauchs und des Energieverbrauchs, die wichtigsten Nachhaltigkeitskennzahlen.

Solukon erklärt, dass es in Bezug auf den Inertgasverbrauch bewusste Entscheidungen bei der Entwicklung seiner Entpulverungshardware getroffen hat. Das Unternehmen sagt: „Für die Handhabung reaktiver Materialien muss die Kammer des Solukon-Systems mit Inertgas (z. B. Argon) geflutet werden. Dies ist oft ein erheblicher Kosten- und ökologischer Faktor, weshalb wir die Maschinenkammern immer so kompakt wie möglich gestalten.“

Auch bei der Entpulverung setzt Solukon auf Transparenz. „Wir sind sehr transparent bei der Datenerfassung während des gesamten Entpulverungsprozesses. Unser Digital-Factory-Tool (DFT) erfasst alle relevanten Daten des Entpulverungsprozesses und fasst die Werte in einer Protokolldatei zusammen.“

![](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/10/SFM-AT350-scaled.jpg)

[Diese Transparenz vermittelt den Anwendern ein klares Verständnis des Entpulverungsprozesses](https://www.voxelmatters.com/amcm-acquires-sfm-at1500-s-system-from-solukon/) mit Daten zu Restsauerstoff, Kammerdruck, Druckluft, Temperatur, Stromverbrauch und mehr. Diese Daten können auch in einer umfassenden Protokolldatei für jeden Bauauftrag zusammengestellt werden.

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit überwacht die DFT von Solukon auch den CO₂-Fußabdruck des Prozesses. Um diese Kennzahl zu verfolgen, können Kunden den CO₂-Verbrauch pro Kilowattstunde Strom (erhältlich bei ihren Energieversorgern) und den Kohlenstofffaktor für den Druckluftverbrauch eingeben. Anhand dieser beiden Werte berechnet die DFT automatisch den CO₂-Fußabdruck des Nachbearbeitungsschritts.

## Was die Zukunft bringt

Die Lösungen von Solukon sind in Bezug auf Leistung und Automatisierung führend in der AM-Nachbearbeitung, und Kunden nutzen die Technologie bereits für die skalierbare Serienfertigung. Obwohl der Entpulverungsprozess selbst vollständig automatisiert ist, entwickelt Solukon sein Angebot kontinuierlich weiter, um den Automatisierungsgrad insbesondere für Aufgaben rund um den Entpulverungsschritt zu erhöhen.

Zu diesem Zweck wird Solukon auf der Formnext 2025 eine Sonderausgabe seines Entpulversystems SFM-AT800-S vorstellen, das in Zusammenarbeit mit Grenzebach und Yaskawa entwickelt wurde. Diese exklusive Variante integriert den automatisierten Transport der Teile, die Entpulverung und die robotergestützte Endbearbeitung und markiert einen bedeutenden Schritt hin zu noch mehr Effizienz und Automatisierung in den Nachbearbeitungs-Workflows.

Gleichzeitig hat Solukon seine Kompetenz in der Automatisierungsintegration bereits durch Projekte wie HyProCell unter Beweis gestellt: Das Solukon-System SFM-AT800 kommuniziert kontinuierlich mit einer Leitstelle, während es von einem Roboter beladen wird. Zu diesem Zweck wurde das SFM-AT800 mit einer speziellen Ladetür und einem automatischen Spannsystem ausgestattet.

Ein weiteres roboterintegriertes Konzept wurde erfolgreich am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Dresden etabliert, wo ein Solukon SFM-AT800 mit OPC-UA-Schnittstelle Teil einer modularen Roboterzelle ist. Diese vollautomatische Roboterzelle dient als charakteristisches Beispiel für die Weiterverarbeitung: Neben der Solukon-Entpulverungseinheit besteht die Roboterzelle aus einem System zur optischen Analyse der Geometrie und einem System zum Entfernen der Stützstrukturen. Die verschiedenen Stationen kommunizieren über OPC-UA. Der Roboter übernimmt das Beladen der Teile und zusätzliche Zerspanungsaufgaben.

Diese innovativen Systemkonzepte werden wahrscheinlich nicht so bald kommerziell eingeführt werden – vor allem weil Solukon davon ausgeht, dass Roboterintegrationsprojekte individuell angepasst werden müssen –, aber sie zeigen das Potenzial auf, die Kosten, Leistung und Nachhaltigkeit der Entpulverung durch verbesserte Automatisierung weiter zu verbessern.