URWAHN positioniert AM an der Spitze der Initiative „Smart Bike Factory Made in Germany“
Deutscher Fahrradhersteller schließt sich mit Laufrad- und Komponentenhersteller zusammen, um eine vollständig integrierte, auf additiver Fertigung basierende Lieferkette aufzubauen
URWAHN Bikes, ein innovativer deutscher Fahrradhersteller, der 3D-gedruckte Rahmen herstellt, hat sich mit dem Laufradhersteller Roland zusammengetan, um die Initiative „Smart Bike Factory Made in Germany“ ins Leben zu rufen.
Das Programm kombiniert die additiv gefertigten Rahmenplattformen von URWAHN mit der hochautomatisierten Radproduktion und den digitalisierten Prozessen von Roland, um die regionale Wertschöpfung in der deutschen Fahrradbranche zu stärken.
Die Unternehmen werden Laufradsätze und Fahrräder in Bezug auf Leistung, Gewicht und Sicherheit aufeinander abstimmen. Die Zusammenarbeit umfasst die Bereiche Design, Konstruktion, Tests sowie gemeinsame Standards für Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit.
„Urwahn fordert uns auf die bestmögliche Weise heraus. Wir arbeiten in kurzen Zyklen, mit hoher Varianz und einem klaren Fokus auf Qualität“, erklärte Heiko Plorin, Geschäftsführer von Roland. „Das zwingt uns dazu, Prozesse zu überdenken, Rüstzeiten zu reduzieren, unsere Automatisierung weiterzuentwickeln und gleichzeitig flexibel zu bleiben.
Genau das macht die Partnerschaft so wertvoll – sie treibt uns beide technologisch voran.“
URWAHN produziert seine SOFTRIDE-Stahlfahrradrahmen mit LPBF, einem Verfahren, das in Zusammenarbeit mit Trumpf, jetzt Atlix, entwickelt wurde, und hat im vergangenen Monat einen neuen Titanrahmen vorgestellt, der mit AM hergestellt wurde.
„Wir sprechen hier nicht mehr von einer herkömmlichen Lieferantenstruktur, sondern von einem integrierten Teil unserer Wertschöpfungskette“, erklärte Leonard Harress, COO bei URWAHN. „Für uns ist Roland sowohl ein lokaler Held als auch ein Technologiepartner. Gemeinsam betrachten wir Radsätze nicht mehr als bloße Komponenten, sondern als integralen Bestandteil einer intelligenten Fahrradfabrik, in der Qualität, Automatisierung, Digitalisierung und Flexibilität zusammenkommen.
Wenn wir von einer intelligenten Fahrradfabrik sprechen, meinen wir damit nicht nur unseren eigenen Standort in Magdeburg, sondern das gesamte Netzwerk von Partnern, die auf dem gleichen Qualitäts- und Technologiestand operieren. Roland ist für uns ein wichtiger Teil davon.“
Die Fahrradbranche konsolidiert sich angesichts eines anhaltenden Abschwungs, der nach dem COVID-Boom der Nachfrage einsetzte, weiter. Diese Partnerschaft wird als langfristige Reaktion auf die allgemeinen Branchenbedingungen positioniert.
„Resilienz in Krisenzeiten entsteht nicht aus dem Bauchgefühl heraus, sondern aus robusten Strukturen und verlässlichen Partnerschaften“, fügte Harress hinzu. „Roland ist einer dieser Partner, mit denen wir nicht nur die aktuellen Herausforderungen meistern, sondern auch die nächste Stufe der Industrialisierung im Fahrradsegment gestalten.
Gleichzeitig ist die Botschaft an den Markt klar: Die gemeinsame Infrastruktur – bestehend aus 3D-Druck, Ingenieurswissen, automatisierter Laufradfertigung und digitalisierten Arbeitsabläufen – ist kein geschlossenes System hinter verschlossenen Türen. Sie ist als offene Plattform für weitere Kooperationen mit Unternehmen gedacht, die Mobilität, Technologie und Produktion neu denken wollen.“







