Quantica und ELANTAS gehen Partnerschaft im Bereich gedruckte Elektronik ein
Einsatz von hochviskoser Silbertinte für die Tintenstrahltechnologie von Quantica
Quantica, ein Anbieter von additiven Fertigungstechnologien, und ELANTAS, ein Hersteller von Isolier- und Schutzmaterialien, haben sich zusammengeschlossen, um eine hochviskose Silbertinte, die traditionell im Siebdruck verwendet wird, für den Einsatz mit der Tintenstrahltechnologie von Quantica anzupassen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer kostengünstigen, digitalen Alternative für gedruckte Elektronik, insbesondere für die Herstellung von Leiterbahnen für flexible Elektronik.
Während herkömmliche Druckköpfe keine Materialien mit größeren Partikeln versprühen können, ist der NovoJet-Druckkopf von Quantica für Materialien mit Partikelgrößen von bis zu 9 µm und Füllgraden von über 50 Gew.-% ausgelegt. Damit sind Partikeldurchmesser möglich, die bis zu 100-mal größer sind als bei typischen Nanopartikel-Tinten. Größere Partikel und höhere Füllgrade führen zu besseren Eigenschaften für leitfähige Materialien und senken die Kosten für Rohstoffe erheblich.
Mit Unterstützung des Fraunhofer IPA hat das Team eine Feinststrahl-Silbertinte aus dem Portfolio von ELANTAS identifiziert und evaluiert derzeit geeignete Mischungsverhältnisse und druckbare Parameterbereiche. Diese Arbeit hilft dabei, wichtige Aspekte für eine optimierte Tintenformulierung zu skizzieren, die auf den NovoJet-Druckkopf abgestimmt werden könnte. Durch den Einsatz dieser neuen Tinte sollen die Produktionskosten deutlich gesenkt und ein effizienterer Herstellungsprozess für gedruckte Elektronik ermöglicht werden.
„Der Siebdruck ist nach wie vor das am häufigsten verwendete Verfahren in der gedruckten Elektronik und bietet klare Vorteile bei der Verarbeitung hochviskoser und stark gefüllter Materialien. Die Idee, solche Formulierungen digital zu versprühen, um in Echtzeit maßgeschneiderte Strukturen zu schaffen und sogar die Grenzen des Siebdrucks zu überschreiten, ist unglaublich spannend. Da die gedruckte Elektronik weiter wächst, wird meiner Meinung nach auch diese Nachfrage steigen. Mit der Sprühtechnologie von Quantica sehe ich großes Potenzial für uns, gemeinsam bedeutende Fortschritte zu erzielen“, sagte Berit Schuster, Leiterin der Forschungs- und Entwicklungsabteilung für gedruckte Elektronik bei ELANTAS Europe.
„Diese Zusammenarbeit zwischen ELANTAS und Quantica öffnet die Türen für neue Anwendungen im Bereich der gedruckten Elektronik. Mit den Materialien und Kundenanwendungen im Portfolio von ELANTAS wird Quantica in der Lage sein, den Einsatz von Tintenstrahldruckern für hochviskose Tinten mit bestehenden und zertifizierten Materialien und Prozessen schnell zu validieren. Dies ist erst der Anfang, und es werden sicherlich noch großartige Dinge folgen“, sagte Ben Hartkopp, Gründer, Erfinder und Leiter der Forschungs- und IP-Abteilung bei Quantica.
Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, eine zugänglichere, effizientere und digitale Fertigungsalternative für die gedruckte Elektronikindustrie zu entwickeln.



