3D-gedruckte FahrräderKonsumgüter

Posedla stellt den bislang massenhaft angepassten 3D-gedruckten Sattel vor

Ein Vergleich mit Fizik, Specialized, Trek Aeolus und anderen Herstellern bestätigt, dass 3D-Druck für Radfahrer die richtige Wahl ist

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Die Suche nach dem perfekten Fahrradsattel ist etwas, das fast jeder Radfahrer schon einmal erlebt hat. Stunden im Sattel können von Freude zu Qual werden, wenn es an Komfort mangelt, und selbst die kleinste Fehlpassung kann zu Taubheitsgefühlen, Druckstellen oder langfristigen Beschwerden führen. In den letzten Jahren haben Fortschritte in Technologie und Ergonomie die Fahrradsattelindustrie neu geprägt. Unternehmen wie Posedla, Fizik, Specialized, Trek und Selle SMP bieten jeweils ihre eigenen Lösungen an, doch Posedla ist das einzige Unternehmen, das sich auf vollständige Massenanpassungsmöglichkeiten mittels MJF-3D-Druck konzentriert.

Das Flaggschiffprodukt von Posedla, der Joyseat, ist der weltweit erste vollständig individuell angefertigte 3D-gedruckte Sattel, der auf Anfrage für jeden Fahrer hergestellt wird. Im Gegensatz zu vielen Unternehmen, die 3D-gedruckte Sättel in Massenproduktion herstellen und eine vollständige Individualisierung nur auf hohem professionellem Niveau anbieten, fertigt Posedla jeden Joyseat individuell an, zugeschnitten auf die Anatomie und den Fahrstil des Radfahrers.

Die Herstellung des Posedla Joyseat

Als die Gründer von Posedla begannen, sich einen Sattel vorzustellen, der perfekt zu jedem Reiter passt, unterschätzten sie die bevorstehende Herausforderung. Der Weg vom Konzept zum Produkt war lang, oft entmutigend und manchmal fast aufgegeben. Aber die Überzeugung, dass ein solcher Sattel existieren könnte, trieb sie voran. Heute ist jeder Joyseat, der an seinen Besitzer ausgeliefert wird – komplett mit dem Namen des Reiters – ein Grund zum Stolz und ein Beweis für Beharrlichkeit.

Durch die individuelle Anpassung jedes Sattels an die Sitzknochenbreite, Flexibilität, Körpermaße und Fahrdisziplin des Kunden ist Posedla das erste Unternehmen, das einen Sattel anbietet, der nicht nur für jeden Radfahrer individuell entworfen, sondern auch hergestellt wird. Das Unternehmen geht sogar so weit, ein „3D-Gesäßmessset“ namens „Smiling Butt Kit“ zu versenden, um die Sitzknochen genau zu vermessen und so den Komfort zu optimieren. Die Daten werden verwendet, um die Größe und Form des Sattels auf der Grundlage des BMI, der Flexibilität, des Geschlechts und anderer persönlicher Daten des Benutzers genau anzupassen. Bei diesem Verfahren werden auch die Fahrzeit, die Kilometerleistung und der Fahrstil berücksichtigt, um die ideale Steifigkeit und Stützbereiche für Ihre Bedürfnisse zu ermitteln.

Da der Joyseat kein universelles Design hat, muss er mit einem industriellen 3D-Drucker hergestellt werden. In diesem Fall kommt die Multi Jet Fusion (MJF)-Technologie zum Einsatz. Der obere Teil besteht aus einer zum Patent angemeldeten Gitterstruktur aus thermoplastischem Polyurethan (TPU), die es dem Sattel ermöglicht, sich zu verbiegen und in verschiedenen Bereichen unterschiedlich zu reagieren. Diese einzigartige Struktur sorgt dafür, dass die Nase, der Sitzknochenbereich und die Seiten genau die Steifigkeit oder Weichheit bieten, die der Fahrer benötigt. Unterhalb des Gitters bestehen die Schienen und die Schale aus Kohlefaser, wodurch ein Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Gewicht hergestellt wird.

Discover Posedla's Joyseat, the world's first fully custom 3D printed bike saddle designed for optimal comfort and performance.
Foto: Lukas Neasi

Ein 3D-gedrucktes Ticket für die Fahrt

Um die Leistungen von Posedla würdigen zu können, ist es hilfreich, sie mit traditionelleren Marktführern im Sattelbereich zu vergleichen. Fizik ist unter Profi-Radfahrern seit langem ein Begriff, mit Modellen wie Arione und Antares, die sich für unterschiedliche Körperformen eignen. Vor kurzem hat Fizik die Adaptive-Reihe eingeführt, die für mehr Komfort mit 3D-gedruckten Zonen ausgestattet ist. Diese werden jedoch weiterhin in Massenproduktion hergestellt und bieten keine vollständigen Anpassungsmöglichkeiten.

Specialized verfolgt mit seiner Power-Linie, die mit Body Geometry-Technologie entwickelt wurde, einen anderen Ansatz. Die Specialized Power-Serie ist kürzer und breiter als herkömmliche Sättel und so geformt, dass sie den Druck auf das Weichgewebe reduziert, was durch medizinische Studien bestätigt wurde. Sie hat sich zu einem der beliebtesten Sättel entwickelt, doch die Personalisierung beschränkt sich auf die Wahl zwischen vorgegebenen Breiten.

Die Aeolus-Sättel von Trek wurden speziell für aerodynamisch fahrende Radfahrer entwickelt. Mit ihrer kurzen Nase und dem aggressiven Ausschnitt eignen sich die Aeolus-Sättel besonders für Triathleten und Straßenrennfahrer, die einen Großteil ihrer Zeit in einer aerodynamischen Haltung verbringen. Während sie in diesem Nischenbereich sehr effektiv sind, sind sie für Gravel- oder Ausdauerfahrer weniger vielseitig einsetzbar.

Selle SMP ist mit seiner dramatisch abgesenkten Nase und dem breiten Mittelkanal vielleicht der markanteste Sattel. Diese Sättel sehen unkonventionell aus, werden aber von Radfahrern gelobt, die unter starkem Druck auf das Weichgewebe oder Nervenkompression leiden. Für manche ist Selle SMP ein Lebensretter, für andere fühlt sich das extreme Design unangenehm an.

Während die größeren Marken (und Selle SMP) die Carbon-DLS-Technologie verwenden, ist Posedla der einzige unter ihnen, der MJF einsetzt. Was das Gewicht angeht, konkurriert der Joyseat ULTRA von Posedla mit rund 155 Gramm direkt mit den leichtesten Modellen auf dem Markt.

So oder so scheint klar zu sein, dass der 3D-Druck für nahezu jede Anforderung der Weg in die Zukunft sein wird.

 

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