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title: "Ottobock bringt mit iconiq einen 3D-gedruckten Silikonliner auf den Markt"
url: https://www.voxelmatters.com/de/ottobock-bringt-mit-iconiq-einen-3d-gedruckten-silikonliner-auf-den-markt/
date: 2026-05-31
modified: 2026-05-30
lang: de
author: "Joseph Caron-Dawe"
description: "Ottobock, ein Unternehmen für Orthopädietechnik, hat „iconiq“ vorgestellt, seinen ersten 3D-gedruckten Silikonliner für Beinprothesenträger, nachdem das Produkt letzte Woche auf der OTWorld in Leipzig seine Deutschlandpremiere feierte. Das Produkt zielt..."
categories:
  - "Medizinisches AM"
  - "Produkteinführung"
  - "Prothetik"
tags:
  - "future"
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word_count: 352
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# Ottobock bringt mit iconiq einen 3D-gedruckten Silikonliner auf den Markt

Ottobock, ein Unternehmen für Orthopädietechnik, hat „iconiq“ vorgestellt, seinen ersten [3D-gedruckten Silikonliner für Beinprothesenträger](https://www.voxelmatters.com/de/3d-gedruckte-prothese-nutzt-integrierte-drucksensoren/), nachdem das Produkt letzte Woche auf der OTWorld in Leipzig seine Deutschlandpremiere feierte. Das Produkt zielt auf häufige Probleme ab, mit denen Nutzer bei ihren Hilfsmitteln konfrontiert sind – von Schmerzen und Wunden am Stumpf bis hin zu Hautirritationen, die die Nutzung der Prothese einschränken oder verhindern.

Der Liner – die Schnittstellenschicht zwischen Stumpf und Prothesenschaft – stellte Orthesen- und Prothesenspezialisten bisher vor eine binäre Wahl: standardisierte Produkte mit begrenzten Anpassungsmöglichkeiten oder komplexe und kostspielige Sonderanfertigungen. Iconiq positioniert sich als dritte Option und nutzt additive Fertigung sowie einen vollständig digitalen Bestellprozess, um individualisierte Liner im industriellen Maßstab herzustellen.

![Researchers at Simon Fraser University have developed a 3D printed prosthetic limb socket that uses embedded pressure sensors and artificial intelligence to generate custom socket designs, based on individual patient biomechanics](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-02-340x213.jpg)

„Der iconiq Liner ist ein Beispiel für unsere Strategie: Wir wollen unsere Innovationen möglichst vielen Anwendern zugänglich machen und ihnen damit hochwertige Prothesen anbieten. Der iconiq ist ein weiterer Baustein bei der weltweiten Umsetzung dieses Anspruchs. Mit ihm bieten wir eine effiziente Lösung, ohne dabei Abstriche bei Qualität und Präzision zu machen“, sagte Oliver Jakobi, Vorstandsvorsitzender und Chief Strategy Officer bei Ottobock.

## Vom Scan bis zur Produktion

Der Arbeitsablauf beginnt mit einem [3D-Scan des Stumpfes des Patienten](https://www.voxelmatters.com/british-cyclist-3d-printed-face-prosthesis/) – ganz ohne Marker oder Spezialausrüstung –, wodurch ein Datensatz erstellt wird, der die individuelle Anatomie, empfindliche Bereiche und Narbengewebe berücksichtigt. Der Orthopädietechniker wählt anschließend über die Bestellplattform von Ottobock ein Design aus und gibt die Stumpflänge ein; daraufhin werden die Daten direkt an die Produktionsabteilung des Unternehmens zur additiven Fertigung weitergeleitet. Durch diesen Prozess entfällt die Notwendigkeit des Formenbaus.

„Mit iconiq schaffen wir eine zukunftssichere Lösung, die den bestehenden Konflikt zwischen Standardlösungen und individueller Anpassung überwindet“, sagte Arne Jörn, Chief Technology Officer und Chief Operating Officer bei Ottobock. „Wir industrialisieren die individuelle Anpassung, sodass sie nicht länger die Ausnahme, sondern die Norm in der täglichen Versorgung ist.“

## Klinische und anwenderspezifische Anforderungen

Die Einlage nutzt Profile mit variabler Dicke, um den Druck gleichmäßig zu verteilen und einen sicheren Sitz zu gewährleisten. Laut Ottobock eignet sich iconiq aufgrund seiner Materialeigenschaften sowohl für aktive und sportliche Nutzer als auch für Kinder und Erwachsene mit Mobilitätsgrad 2 und höher. Die schrittweise Markteinführung ist bereits im Gange.