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title: "Neues CZS KRAFt-Zentrum für ressourceneffizientes AM gestartet"
url: https://www.voxelmatters.com/de/neues-czs-kraft-zentrum-fuer-ressourceneffizientes-am-gestartet/
date: 2025-05-26
modified: 2025-05-27
lang: de
author: "Edward Wakefield"
description: "Das neu gegründete CZS-Zentrum für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz mit additiven Fertigungstechnologien (KRAFt-Zentrum) hat zum Ziel, Prozessketten der additiven Fertigung nachhaltiger zu gestalten. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Umwelt-Campus..."
categories:
  - "AM-Forschung"
  - "Feierliche Eröffnungen"
  - "Nachhaltigkeit"
tags:
  - "future"
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# Neues CZS KRAFt-Zentrum für ressourceneffizientes AM gestartet

Das neu gegründete CZS-Zentrum für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz mit additiven Fertigungstechnologien (KRAFt-Zentrum) hat zum Ziel, Prozessketten der additiven Fertigung nachhaltiger zu gestalten. Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier, der Hochschule Aalen und des [Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)](https://www.voxelmatters.com/nanoscribe-introduces-ipx-clear-photoresin-for-highly-transparent-microoptics/) und wird mit 12 Millionen Euro von der [Carl-Zeiss-Stiftung](https://www.voxelmatters.com/carl-zeiss-meditec-and-precise-bio-to-develop-fabricated-corneal-tissue/) gefördert.

Unter dem Leitgedanken „Wir schaffen die Grundlagen für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Zukunft mit innovativen additiven Fertigungstechnologien“ wurde das Zentrum am 15. Mai 2025 offiziell eingeweiht.

Das KRAFt Center konzentriert sich auf eine der dringendsten globalen Herausforderungen unserer Zeit: den verantwortungsvollen Umgang mit begrenzten Ressourcen wie Rohstoffen und [Energie](https://www.voxelmatters.com/ukaea-appoints-kingsbury-and-additure-to-fusion-energy-project/). Die Forschungsteams des Zentrums zielen darauf ab, durch die Nutzung der einzigartigen Möglichkeiten von AM hochfunktionale Komponenten unter Verwendung speziell verarbeiteter Sekundärmaterialien in AM-Prozessen aus Kunststoff, Metall und technischer Keramik zu entwickeln. Diese Innovationen sollen den Ressourcenverbrauch nicht nur bei den Endprodukten, sondern auch während des gesamten Herstellungsprozesses reduzieren.

Zehn interdisziplinäre Arbeitsgruppen innerhalb des Zentrums werden die gesamte AM-Wertschöpfungskette untersuchen – von der Materialcharakterisierung und Energie-/Datenanalyse bis hin zur Prozessoptimierung und Produktentwicklung. Dieser umfassende Ansatz erstreckt sich auf Polymere, Metalle und [Keramiken](https://www.voxelmatters.com/de/voxelmatters-startet-eine-vorverkaufskampagne-fuer-den-ceramic-am-market-2025-report/).

„Eine effizientere Nutzung von Ressourcen ist für ein nachhaltiges wirtschaftliches und soziales Wachstum unerlässlich. Als interdisziplinärer Forschungsverbund bündelt das CZS KRAFt Center standortübergreifend Kompetenzen und betrachtet den gesamten additiven Fertigungsprozess aus verschiedenen Perspektiven. Wir erhoffen uns davon neue Lösungen für die Kreislaufwirtschaft“, sagt Dr. Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung.

„Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen ist ein Umdenken im Hinblick auf künftige Generationen dringend erforderlich“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident für Transfer und Internationales am KIT. „Nur nachhaltige Innovationen und ressourceneffiziente Technologien können eine lebenswerte Zukunft für alle garantieren. Das neue Zentrum wird uns dabei helfen, genau das zu erreichen.“

„Den Herausforderungen der Ressourcenknappheit können wir mit nachhaltigen Produktionsmethoden begegnen. Neben innovativen Ideen brauchen wir eine offene, interdisziplinäre und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Professor Joachim Knebel, Leiter der Abteilung III – Maschinenbau und Elektrotechnik am KIT. „Das können wir erreichen, wenn wir die innovativen Ideen junger Menschen mit Verantwortung und Gestaltungsspielraum verbinden.“

Übergeordnetes Ziel des KRAFt-Zentrums ist es, ressourceneffiziente und qualitativ hochwertige AM-Verfahren zu entwickeln und gleichzeitig die Abhängigkeit von [Primärrohstoffen](https://www.voxelmatters.com/schunk-group-acquires-sic-raw-material-manufacturer-esk-sic/) zu reduzieren. Die Initiative umfasst umfassende Ökobilanzen, um zu zeigen, wie die Integration von Sekundärmaterialien die Umweltbelastung deutlich verringern kann. Außerdem will das Zentrum den Energieverbrauch im gesamten AM-Workflow analysieren und optimieren, um die nachhaltige Produktion weiter zu fördern.

Die Zusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil der Mission des KRAFt-Zentrums. An dem Projekt sind 24 externe Partner, vor allem aus der Industrie, beteiligt, um sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse in praktische, skalierbare Anwendungen in allen Sektoren umgesetzt werden.