---
title: "Mit 3D-gedruckten Metallglaslegierungen sollen die Verluste in Elektromotoren reduziert werden"
url: https://www.voxelmatters.com/de/mit-3d-gedruckten-metallglaslegierungen-sollen-die-verluste-in-elektromotoren-reduziert-werden/
date: 2026-03-13
modified: 2026-03-13
lang: de
author: "Joseph Caron-Dawe"
description: "Forscher der Universität des Saarlandes haben eisenreiche amorphe Legierungen für Komponenten von Elektromotoren entwickelt – ein Fortschritt, der dazu beitragen könnte, den Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen zu senken und deren Betriebsdauer..."
categories:
  - "Additive Fertigung von Metallen"
  - "AM-Forschung"
  - "Unkategorisiert"
  - "Verbrauchsartikel"
tags:
  - "future"
image: https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/Metallic-glass-in-EVs_01-640x427.jpg
word_count: 376
---

# Mit 3D-gedruckten Metallglaslegierungen sollen die Verluste in Elektromotoren reduziert werden

Forscher der Universität des Saarlandes haben [eisenreiche amorphe Legierungen](https://www.voxelmatters.com/heraeus-demonstrates-amorphous-metals-for-3d-printing-medical-implants/) für Komponenten von Elektromotoren entwickelt – ein Fortschritt, der dazu beitragen könnte, den [Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen zu senken und deren Betriebsdauer zu verlängern](https://www.voxelmatters.com/h3x-launches-new-high-powder-density-hpdm-180r-electric-motor/).

Die Legierungen reduzieren Remagnetisierungsverluste, indem sie die kristalline Mikrostruktur beseitigen, die bei herkömmlichen weichmagnetischen Werkstoffen für innere Reibung und Wärmeentwicklung verantwortlich ist.

Der Schwerpunkt der Arbeit des Teams aus dem Saarland lag auf dem Ersatz von grobkörnigen kristallinen Eisenlegierungen, die in Statoren und Rotoren verwendet werden, durch metallische Gläser mit einem Eisengehalt von 70 % bis 80 %.

![Saarland University develops 3D printed metallic glass alloys to reduce EV motor losses](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/Metallic-glass-in-EVs_02-340x213.jpg)Doktorand Amirhossein Ghavimi und Professor Ralf Busch

„Wir suchen nach Möglichkeiten, diese Wirkungsverluste durch eine Verbesserung der in Elektromotoren verwendeten Materialien zu verringern“, erklärte Professor Ralf Busch. „In heutigen Motoren bestehen die Stator- und Rotorkomponenten aus herkömmlichen weichmagnetischen, grobkörnigen Eisenlegierungen.

„Obwohl diese Legierungen bereits optimiert sind, weisen sie bei der Remagnetisierung immer noch relativ hohe Hystereseverluste auf. Wir wollen diese herkömmlichen kristallinen Legierungen durch amorphe, glasartige Legierungen ersetzen, da diese bei der Remagnetisierung kaum Energie verlieren.“

In herkömmlichen Motoren [steigen die Verluste, da sich die Magnetfelder wiederholt umkehren und mikroskopisch kleine magnetische Domänen dazu zwingen, sich innerhalb eines Kristallgitters neu auszurichten](https://www.voxelmatters.com/extrusion-bulk-metallic-glasses/). Dies führt zu den bereits erwähnten Hystereseverlusten – einem übermäßigen Energieverlust.

Im Gegensatz dazu ermöglicht das Fehlen von Kristalliten in den amorphen Materialien eine freiere Neuausrichtung dieser magnetischen Bereiche, wodurch Eisenverluste und Wärmeentwicklung reduziert werden.

„Die Verluste sinken drastisch, wenn die Kristallite extrem klein sind, d. h. eine nanokristalline Struktur aufweisen, oder wenn die Kristallstruktur gänzlich fehlt, d. h. das Material glasartig oder amorph ist“, fügte Busch hinzu.

Das Team identifizierte drei Legierungszusammensetzungen, die einer Kristallisation widerstehen und gleichzeitig die Anforderungen für die additive Fertigung und den Einsatz in Motoren erfüllen. [Die Materialien werden mittels LPBF verarbeitet](https://www.voxelmatters.com/researchers-improve-processes-and-powders-for-lpbf/), wobei Schichten von etwa 50 Mikrometern zu vollständig amorphen Motorteilen geformt werden.

Mögliche Anwendungsbereiche reichen von E-Scootern über Drohnen bis hin zu anderen kleinen Elektrofahrzeugen und -geräten, die von deutlichen Effizienzsteigerungen profitieren könnten.

„Die Herausforderung besteht nun darin, das Verfahren so weiterzuentwickeln, dass es in der Praxis und im industriellen Maßstab zuverlässig funktioniert“, schloss Professor Matthias Nienhaus.

Die Arbeiten wurden im Rahmen des AM2SoftMag-Projekts durchgeführt, das durch das „Horizon Europe Pathfinder Open“-Programm des Europäischen Innovationsrats mit 3,5 Millionen Euro (4 Millionen US-Dollar) gefördert wurde.