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Headmade Materials qualifiziert Sinterit Lisa X für das ColdMetalFusion-Verfahren

Die Partnerschaft erweitert den sinterbasierten 3D-Metalldruck durch neues Beta-Programm auf Polymer-SLS-Systeme

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Headmade Materials hat den Sinterit Lisa X Selective Laser Sintering (SLS)-Drucker für die Verwendung mit seinen ColdMetalFusion (CMF)-Metallrohstoffen qualifiziert, um die Einstiegshürden für die additive Metallfertigung zu senken. Die Qualifizierung bestätigt, dass Lisa X CMF-„Grünteile“ herstellen kann, die später durch Entbinden und Sintern in dichte Metallkomponenten umgewandelt werden.

Erst kürzlich hat der US-amerikanische AM-Dienstleister CADmore diese Fähigkeit demonstriert und sich mit Burton Precision zusammengetan, um die Cold Metal Fusion-Druckaktivitäten auf Sinterit Lisa X auszuweiten. Nun wird dieser Prozess zunehmend standardisiert.

Herstellung von Metallteilen mit Polymersystemen

ColdMetalFusion, entwickelt von Headmade Materials, ist ein sinterbasiertes Verfahren, das die Herstellung von Metallkomponenten auf Polymer-SLS-Maschinen anstelle von herkömmlichen Metall-3D-Druckern ermöglicht. Bei diesem Verfahren werden Drucken und Sintern in zwei Stufen getrennt. Während des Druckens wird ein thermoplastisches Bindemittel selektiv in einem Metallpulver-Ausgangsmaterial geschmolzen, um bei niedriger Temperatur, typischerweise unter 80 °C, ein festes Grünteil zu erzeugen. Anschließend wird das Teil entbunden und in einem Ofen gesintert, wo das Metallpulver zu einer festen Struktur verschmilzt.

Da während des Druckvorgangs nur das Bindemittel schmilzt, kann CMF auf polymerbasierten Systemen mit minimaler thermischer Belastung betrieben werden. Dieser Ansatz macht Stützstrukturen überflüssig, ermöglicht eine effiziente Verschachtelung der Teile und erlaubt die Wiederverwendung von ungesintertem Pulver.

Die nächste Entwicklungsphase

Mit der Qualifizierung des Lisa X bestätigt Headmade Materials, dass die Prozessstabilität und -kontrolle des Druckers den Anforderungen von CMF für die Produktion umweltfreundlicher Teile entsprechen. Die Qualifizierung stellt keine Freigabe des Endprodukts dar, sondern ist Teil einer umfassenderen Entwicklungsphase, deren Schwerpunkt auf der Validierung von CMF in industriellen Umgebungen liegt.

Sinterit und Headmade planen, zusätzliche Daten zu verschiedenen Geometrien und Anwendungsfällen aus der Praxis zu sammeln, bevor sie das CMF-Druckprofil für Lisa X fertigstellen. Im Rahmen eines Beta-Programms, das in Kürze starten soll, werden ausgewählte Nutzer eingeladen, CMF-Materialien auf dem System zu testen und Feedback zu den Produktionsbedingungen zu geben.

Barrierefreie additive Fertigung mit Metallen

Lisa X von Sinterit ist aufgrund seiner offenen SLS-Architektur, seiner Unterstützung für den druckunterstützungsfreien Druck und seiner stabilen Handhabung von Rohlingen eine leistungsstarke Plattform für die CMF-Entwicklung. Der Arbeitsablauf umfasst in der Regel SLS-Druck, Entpulverung, optionale Bearbeitung, Lösungsmittelentbindung und Ofensintern.

Headmade Materials bietet derzeit qualifizierte CMF-Rohstoffe an, darunter Titan (Ti6Al4V), Inconel 625, Edelstähle 316L und 17-4PH sowie Werkzeugstahl M2. Die Materialeigenschaften und Konstruktionsparameter sind in offiziellen Datenblättern definiert.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die additive Metallfertigung zugänglicher zu machen, indem bestehende SLS-Anwender von Polymeren CMF einsetzen können, ohne in spezielle Metallsysteme investieren zu müssen. Die Unternehmen planen, den Prozess während der Beta-Phase zu verfeinern, wobei sie sich eher an Kundenanwendungen und Produktionsfeedback als an kontrollierten Laborbedingungen orientieren.

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