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title: "Forscher loten die Möglichkeiten des 3D-Drucks im Weltraum unter Verwendung von Mondstaub aus"
url: https://www.voxelmatters.com/de/forscher-loten-die-moeglichkeiten-des-3d-drucks-im-weltraum-unter-verwendung-von-mondstaub-aus/
date: 2026-03-19
modified: 2026-03-19
lang: de
author: "Joseph Caron-Dawe"
description: "Ein Forscherteam der University of Nebraska–Lincoln und der Purdue University hat die wichtigsten technischen Hindernisse für den Einsatz der pulverbasierten additiven Fertigung in Weltraumumgebungen aufgezeigt, wobei der Schwerpunkt auf der..."
categories:
  - "AM für die Raumfahrt"
  - "AM-Forschung"
tags:
  - "future"
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word_count: 418
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# Forscher loten die Möglichkeiten des 3D-Drucks im Weltraum unter Verwendung von Mondstaub aus

Ein Forscherteam der [University of Nebraska–Lincoln](https://www.voxelmatters.com/tethon-3d-nebraska-ceramic-metal-dlp/) und der [Purdue University](https://www.voxelmatters.com/purdue-university-3d-prints-hypersonic-scramjet-prototype/) hat die wichtigsten technischen Hindernisse für den Einsatz der pulverbasierten additiven Fertigung in Weltraumumgebungen aufgezeigt, wobei der Schwerpunkt auf der Charakterisierung von Ausgangsmaterialien unter Bedingungen der Mikrogravitation, im Vakuum und bei extremen Temperaturen lag. Als zwei primäre Quellen für Ausgangsmaterialien für die additive Fertigung im Weltraum wurden Mondregolith und recycelter Weltraumschrott identifiziert.

Die unerschwinglichen Kosten für den Transport von Materialien in den Weltraum (die Transportkosten für den Start der SpaceX Falcon 9 im Jahr 2024 beliefen sich auf 12.682 US-Dollar pro Kilogramm) sowie die [langfristigen Ziele, Menschen im Rahmen von Projekten wie der Artemis-Mission der NASA zum Mond zu schicken](https://www.voxelmatters.com/icons-project-olympus-looks-at-3d-printed-moon-habitats-for-nasa-artemis/), führen dazu, dass kontinuierlich nach Möglichkeiten gesucht wird, kosteneffiziente und realistische Optionen zu etablieren.

Kürzlich wurden auch Tests mit [simuliertem Mondboden in Laser-3D-Druckverfahren durchgeführt, um langlebige, hitzebeständige Strukturen zu bauen](https://www.voxelmatters.com/de/laser-3d-druck-verwandelt-simulierten-mondstaub-in-hitzebestaendige-strukturen/).

## Regolith und Gesteinsbruch als Rohstoffe

Der Mondregolith eignete sich aufgrund seiner Partikelgröße – 90 % der Partikel waren kleiner als 1.000 Mikrometer – ideal für pulverbasierte Verfahren. Seine zerklüftete, unregelmäßige Morphologie, die durch Meteoriteneinschläge in einer atmosphärenlosen Umgebung geformt wurde, erschwerte jedoch die Fließfähigkeit und die Packungsdichte im Vergleich zu den kugelförmigen Pulvern, die in irdischen AM-Systemen verwendet werden.

[![Researchers map in-space 3D printing possibilities using moon dust](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/Space-3D-printing_01-640x306.jpg)](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/Space-3D-printing_01.jpg)

Comparison of the dominant environmental processes responsible for regolith formation

Der Marsregolith stellte zusätzliche Herausforderungen dar: Er enthält giftige Perchloratverbindungen und hydratisierte Mineralien, die sowohl die Sicherheit bei der Herstellung als auch die strukturelle Integrität der gedruckten Teile beeinträchtigen könnten.

Weltraummüll bot eine Quelle für Metall-Ausgangsmaterial. In der Studie wurde ein mehrstufiger Recyclingprozess beschrieben, der die robotergestützte Sammlung, spektroskopische Sortierung, thermische Vorbehandlung, Plasma- oder Elektronenstrahlzerstäubung sowie eine gründliche Charakterisierung vor der Verwendung in additiven Fertigungssystemen umfasst.

## Auswirkungen der Umgebungsbedingungen auf das Verhalten von Pulver

Mikrogravitation, Vakuum und extreme Temperaturen können das Verhalten von Pulver auf eine Weise verändern, die bei herkömmlichen Charakterisierungsmethoden auf der Erde nicht berücksichtigt wird. Bei verminderter Schwerkraft gewannen die Van-der-Waals-Kräfte zwischen den Partikeln bei größeren Partikelgrößen an Bedeutung, was das Risiko von Verstopfungen und Agglomerationen erhöhte.

Die auf der Mondoberfläche herrschenden Temperaturen im Bereich von −250 bis 250 °C beeinflussen die Fließfähigkeit zusätzlich, indem sie die Partikelform, die Streckgrenze und die triboelektrische Aufladung verändern.

Von den vom Team evaluierten Pulverherstellungsverfahren wurde die Elektrolyse als das für Weltraumanwendungen am besten geeignete identifiziert, da sie auf Elektrizität – die durch Solarenergie bereitgestellt werden könnte – basiert und unabhängig von der Schwerkraft ist.

Die Forscher identifizierten zudem die dynamische Bildanalyse und die Messung mittels elektrischer Sensorzonen als die vielversprechendsten Charakterisierungstechniken für Mikrogravitationsbedingungen.

Die Arbeit wurde als [begutachteter Artikel in npj Advanced Manufacturing veröffentlicht](https://www.nature.com/articles/s44334-026-00071-2).