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title: "Der CEO von Materialise skizziert die Aussichten für 2026, da der 3D-Druck sich zunehmend etabliert"
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date: 2025-12-16
modified: 2025-12-15
lang: de
author: "Davide Sher"
description: "Die additive Fertigung tritt laut Brigitte de Vet, Geschäftsführerin des belgischen 3D-Druckunternehmens Materialise, in eine neue Phase der industriellen Reife ein. In einem Ausblick für das Jahr 2026 sagte de..."
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# Der CEO von Materialise skizziert die Aussichten für 2026, da der 3D-Druck sich zunehmend etabliert

Die additive Fertigung tritt laut Brigitte de Vet, Geschäftsführerin des [belgischen 3D-Druckunternehmens Materialise](https://www.voxelmatters.directory/company/materialise/), in eine neue Phase der industriellen Reife ein. In einem Ausblick für das Jahr 2026 sagte de Vet, dass die Auswirkungen der Technologie nun weniger durch Möglichkeiten als vielmehr durch messbare Ergebnisse in den Bereichen Produktion, Reparatur und Nachhaltigkeit definiert werden.

![Learn about the Materialise 2026 outlook from Brigitte de Vet and the measurable results of additive manufacturing today.](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2022/09/20170921_materialise_193.jpg)De Vet identifizierte zwei Hauptfaktoren, die diesen Wandel vorantreiben: die globale wirtschaftliche Unsicherheit, die den Wert von AM für die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette deutlich macht, und die zunehmende Verbreitung von erschwinglichen, hochwertigen 3D-Druckern in verschiedenen Branchen und Bildungseinrichtungen.

## Resilienz der Lieferkette und Einführung von Abwehrmaßnahmen

De Vet sagte, dass die jüngste geopolitische Instabilität und Unterbrechungen in der Lieferkette die Vorteile der additiven Fertigung in Bezug auf Flexibilität und lokalisierte Produktion unterstrichen hätten. Als Beispiel für den Übergang der additiven Fertigung von kurzfristigen Reparaturen zu strukturellen Lösungen nannte sie den Einsatz eines additiven Reparaturverfahrens durch Pratt & Whitney bei der Wartung, Reparatur und Überholung von Getriebefan-Triebwerken.

Der Umweltdruck zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen beschleunige ebenfalls die Einführung, da die additive Fertigung eine Konsolidierung der Komponenten und leichtere, effizientere Konstruktionen ermögliche. Der Verteidigungssektor weitet unterdessen den Einsatz des 3D-Drucks aus, um sowohl die Entwicklungszyklen zu beschleunigen als auch die Lebensdauer älterer Geräte durch Ersatzteile auf Abruf zu verlängern. Diese Verteidigungsanwendungen, so de Vet, schaffen Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Technologie und dürften Einfluss auf die Luft- und Raumfahrthersteller haben.

## Mainstream-Integration und KI-gesteuerte Workflows

Der zweite wichtige Beschleunigungsfaktor, so de Vet, ist die zunehmende Verfügbarkeit kompakter und erschwinglicher Filament-Extrusionsdrucker, die es Herstellern ermöglichen, vom Prototyping zur Endteilfertigung überzugehen. Diese Zugänglichkeit erhöht auch das Bewusstsein unter Studenten und Ingenieuren und trägt dazu bei, AM-Kenntnisse frühzeitig in die berufliche Entwicklung zu integrieren.

Künstliche Intelligenz und generative Designtools senken die Einstiegshürden weiter, indem sie die Designoptimierung automatisieren und komplexe Arbeitsabläufe vereinfachen. Diese Kombination ermöglicht es Unternehmen, die interne Produktion mit der Auslagerung an spezialisierte Partner in Einklang zu bringen.

Im medizinischen Bereich bauen Krankenhäuser interne 3D-Labore für patientenspezifische Geräte auf, verlassen sich jedoch weiterhin auf Technologiepartner wie Materialise, um die Produktion unter Einhaltung der regulatorischen und qualitativen Anforderungen zu skalieren. Ähnliche Hybridmodelle entstehen auch in der Industrie. Die Deutsche Bahn beispielsweise hat mehr als 150.000 Ersatzteile sowohl mit internen 3D-Druckkapazitäten als auch mit externen Dienstleistern hergestellt und damit die Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz in einem stark regulierten Umfeld unter Beweis gestellt.

Zum Abschluss ihres Ausblicks auf das Jahr 2026 beschrieb die CEO von Materialise dieses Gleichgewicht zwischen Insourcing und Outsourcing als ein bestimmendes Merkmal der nächsten Phase der additiven Fertigung, das es Herstellern ermöglicht, Agilität mit fundiertem Fachwissen zu kombinieren. Sie sagte, dass die Branche nun für eine schnellere Skalierung, eine breitere Wirkung und eine dauerhafte Rolle innerhalb der Mainstream-Fertigung positioniert sei.