---
title: "Bosch investiert bisher 6 Millionen Euro in den Nürnberger 3D-Druck"
url: https://www.voxelmatters.com/de/bosch-investiert-bisher-6-millionen-euro-in-den-nuernberger-3d-druck/
date: 2025-03-19
modified: 2025-03-19
lang: de
author: "Edward Wakefield"
description: "Ende letzten Jahres kaufte Bosch einen NXG XII 600 Metall-3D-Drucker von Nikon SLM Solutions, der nun in seinem Nürnberger Werk installiert ist. Bis heute hat das multinationale Unternehmen fast 6..."
categories:
  - "Additive Fertigung von Metallen"
  - "AM-Fabriken"
  - "Automotive AM"
  - "Geld und Finanzierung"
tags:
  - "future"
image: https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/03/01_dsc_2322_bearbeitet_img_h900-640x425.jpg
word_count: 420
---

# Bosch investiert bisher 6 Millionen Euro in den Nürnberger 3D-Druck

Ende letzten Jahres kaufte [Bosch einen NXG XII 600 Metall-3D-Drucker](https://www.voxelmatters.com/nikon-slm-solutions-sells-its-100th-system-to-bosch-gmbh/) von Nikon SLM Solutions, der nun in seinem Nürnberger Werk installiert ist. Bis heute hat das multinationale Unternehmen fast 6 Millionen Euro in das Zentrum und die dazugehörige Ausstattung investiert - und ist damit der erste Tier-1-Automobilzulieferer in Europa, der über eine Anlage dieser Leistungsklasse verfügt.

„[Bosch bekennt sich weiterhin zum Standort Deutschland](https://www.voxelmatters.directory/company/bosch/) und investiert hier große Summen. Mit der Einführung neuer Technologien in unseren Werken sichern wir uns ein erhebliches Umsatzpotenzial“, sagte Klaus Mäder, Mitglied des Bereichsvorstands von Bosch Mobility und verantwortlich für das operative Geschäft mit allen Werken weltweit.

„Durch die schnellere und produktivere Fertigung von Metallteilen wird die neue Anlage unsere Wettbewerbsfähigkeit erhöhen“, sagte Alexander Weichsel, der kaufmännische Werkleiter.

![Bosch invests €6 million in Nuremberg 3D printing - making it the first Tier-1 automotive supplier in Europe in this performance class.](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/03/04_dsc_2230_img_h900.jpg)

„Mit dieser Anlage setzen wir höchste Standards im Metall-3D-Druck. In der Serienfertigung eröffnen sich uns damit völlig neue Möglichkeiten“, sagt Jörg Luntz, der technische Betriebsleiter.

Ob [Bauteile für Wasserstoffanwendungen](https://www.voxelmatters.com/lzh-to-use-am-for-green-hydrogen-production-in-am2h2-project/), Motorgehäuse für Elektroautos, Komponenten für E-Achsen oder Motorblöcke für den Rennsport – die Anlage ist aufgrund ihrer Größe und technischen Möglichkeiten für eine Vielzahl von Anwendungen prädestiniert.

[Der neue Metall-3D-Drucker](https://www.voxelmatters.com/veeco-acquires-nxg-xii-600-from-nikon-slm-solutions/) ist bis zu 5x schneller als die bisher eingesetzten 3D-Drucksysteme. Komplexe Strukturen wie innenliegende oder gekrümmte Kanäle, die mit herkömmlichen Fräsverfahren nicht realisierbar sind, können nun problemlos hergestellt werden.

„Der Einsatz des 3D-Druckers zur Herstellung von Bauteilen erhöht nicht nur die Nachhaltigkeit in der Produktion, sondern ermöglicht es Bosch auch, flexibel auf schwankende Losgrößen zu reagieren und alles aus einer Hand anzubieten“, so Weichsel.

![Bosch invests €6 million in Nuremberg 3D printing - making it the first Tier-1 automotive supplier in Europe in this performance class.](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/03/09_dsc_2842_img_h900.jpg)

Ein besonders anschauliches Beispiel für die neuen Möglichkeiten, die das 3D-Druckverfahren eröffnet, ist der Motorblock. Bei der konventionellen Fertigung kann es bis zu drei Jahre dauern, vom ersten Entwurf bis zur Serienfertigung zu kommen. Allein die Fertigstellung der Gussform für den Motorblock kann bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen. Mit dem 3D-Druck entfällt dieser Schritt, so dass keine komplexen Formen mehr benötigt werden und der fertige Motorblock bereits nach wenigen Tagen zur Verfügung steht.

Bei voller Auslastung kann die Anlage Metallteile mit einem Gesamtgewicht von rund 10.000 Kilogramm in weniger als einem Jahr herstellen und erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Kubikzentimetern pro Stunde. Hauptziel dieser schnelleren Bauteilproduktion ist es, die Zeit bis zur Marktreife zu verkürzen.

„Wir wollen schneller sein als mit herkömmlichen Fertigungsverfahren und diese Technologie nutzen, um Produkte schneller auf den Markt zu bringen“, so Luntz. „Schon heute gibt es nur wenige Unternehmen, die Technik in industriellem Maßstab so produzieren können wie Bosch. Wir gehen jetzt einen Schritt weiter und bringen die Serienfertigung im [Metall-3D-Druck auf die Ebene des Automobils](https://www.voxelmatters.com/voxelmatters-mobility-am-focus-2024-ebook/).“