---
title: "Austal, die Curtin University und das AMCRC starten ein mit 600.000 US-Dollar dotiertes Rahmenprogramm für additive Fertigung"
url: https://www.voxelmatters.com/de/austal-die-curtin-university-und-das-amcrc-starten-ein-mit-600-000-us-dollar-dotiertes-rahmenprogramm-fuer-additive-fertigung/
date: 2026-06-28
modified: 2026-06-29
lang: de
author: "Joseph Caron-Dawe"
description: "Der australische Schiffbauer Austal, die Curtin University und das Additive Manufacturing Cooperative Research Centre (AMCRC) haben ein gemeinsames Forschungsprojekt im Wert von 600.000 Dollar gestartet, dessen Ziel es ist, einen..."
categories:
  - "AM-Industrie"
  - "Maritime Industrie"
  - "Verteidigung"
tags:
  - "insights"
image: https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/06/Austal_CoE_AMCRC-Project2.jpeg
word_count: 426
---

# Austal, die Curtin University und das AMCRC starten ein mit 600.000 US-Dollar dotiertes Rahmenprogramm für additive Fertigung

Der [australische Schiffbauer Austal](https://www.voxelmatters.com/austal-3d-printed-maritime-crane-receives-verification-from-industry-body/), die Curtin University und das [Additive Manufacturing Cooperative Research Centre (AMCRC)](https://www.voxelmatters.com/amcrc-funds-first-five-core-research-projects-with-au11-million/) haben ein gemeinsames Forschungsprojekt im Wert von 600.000 Dollar gestartet, dessen Ziel es ist, einen systematischen Rahmen für die Bewertung der Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung in den Lieferketten der australischen Schifffahrts- und Verteidigungsindustrie zu schaffen.

Das 18-monatige Projekt ist eine Antwort auf ein seit langem bestehendes Problem der Branche: Trotz weltweit steigender Investitionen in die additive Fertigung fehlte den Herstellern bislang eine einheitliche Methodik, um zu ermitteln, wo die Technologie beim Bau, der Wartung und dem Betrieb von Marineschiffen echte wirtschaftliche und betriebliche Vorteile bietet.

Der derzeit in Entwicklung befindliche Rahmen wird einen wiederholbaren Prozess zur Bewertung von potenziell Tausenden von Bauteilen anhand betrieblicher, wirtschaftlicher, technischer und regulatorischer Kriterien bereitstellen.

## Vom Einzelfall zum systematischen Vorgehen

Für Austal bedeutet das Projekt eine Abkehr von der Bewertung der additiven Fertigung auf der Grundlage einzelner Anwendungsfälle hin zu einem strukturierten, unternehmensweiten Ansatz, mit dem ermittelt werden soll, wo die Technologie Durchlaufzeiten verkürzen und die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken kann. Das Unternehmen wird dabei auf seine Erfahrungen als Hauptauftragnehmer für das „Additive Manufacturing Center of Excellence“ der US-Marine zurückgreifen und globale Betriebsdaten in die Forschung einfließen lassen.

![Austal Backs Framework to Accelerate Additive Manufacturing for Australia’s Maritime and Defence Industry](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/06/Austal_CoE_AMCRC-Project1-340x227.jpeg)

„Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, ob die additive Fertigung funktioniert. Die Herausforderung besteht darin, zu erkennen, wo sie den größten Mehrwert bietet“, sagte Sam Abbott, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Austal. „Dieses Rahmenwerk wird uns dabei helfen, den Bedarf an additiver Fertigung in Schifffahrts- und Verteidigungsprogrammen zu quantifizieren, sodass die Industrie bessere Investitionsentscheidungen treffen, widerstandsfähigere Lieferketten aufbauen und den Ausbau der fortschrittlichen Fertigungskapazitäten Australiens beschleunigen kann.“

Die Curtin University wird die Entwicklung und Validierung des Rahmenwerks leiten und dabei reale Schiffs- und Lieferkettendaten nutzen, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse kommerziell anwendbar sind.

„Indem wir technische, betriebliche und wirtschaftliche Überlegungen in einem einzigen Rahmenwerk vereinen, können wir Herstellern helfen, schnellere und fundiertere Entscheidungen darüber zu treffen, wo die additive Fertigung messbare Vorteile bieten kann“, sagte Dr. Karl Davidson, Forschungsleiter an der Curtin University.

## Breitere Anwendungsmöglichkeiten über den Verteidigungsbereich hinaus

Das AMCRC erklärte, dass das Rahmenwerk voraussichtlich als wiederverwendbares Modell dienen werde, das sich über den Schifffahrts- und Verteidigungssektor hinaus auch auf andere Fertigungsbranchen übertragen lasse.

„Viele Unternehmen erkennen das Potenzial der additiven Fertigung, tun sich jedoch schwer damit, zu entscheiden, wo deren Einsatz wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll ist“, sagte Simon Marriott, Geschäftsführer des AMCRC.

„Dieses Projekt wird eine praktische Lösung liefern, die der Industrie dabei hilft, vielversprechende Möglichkeiten zu identifizieren, Investitionen zu priorisieren und das Vertrauen zu stärken, um den Einsatz dieser Technologie in größerem Maßstab voranzutreiben.“