---
title: "Agnikul testet erfolgreich zwei 3D-gedruckte Raketentriebwerke"
url: https://www.voxelmatters.com/de/agnikul-testet-erfolgreich-zwei-3d-gedruckte-raketentriebwerke/
date: 2025-12-22
modified: 2025-12-22
lang: de
author: "Edward Wakefield"
description: "Laut India Today Science Desk hat das private indische Raumfahrtunternehmen Agnikul Cosmos in einem bahnbrechenden Test erfolgreich zwei einheimische 3D-gedruckte Raketentriebwerke gezündet. Dies ist ein wichtiger Schritt vorwärts für Indiens..."
categories:
  - "Additive Fertigung von Metallen"
  - "Luft- und Raumfahrt AM"
tags:
  - "future"
image: https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/12/Agnilet-Test-Fire-1-640x360.webp
word_count: 392
---

# Agnikul testet erfolgreich zwei 3D-gedruckte Raketentriebwerke

Laut India Today Science Desk hat das [private indische Raumfahrtunternehmen Agnikul Cosmos](https://www.voxelmatters.directory/company/agnikul-cosmos/) in einem bahnbrechenden Test erfolgreich zwei einheimische 3D-gedruckte Raketentriebwerke gezündet. Dies ist ein wichtiger Schritt vorwärts für [Indiens Ambitionen im Bereich wiederverwendbarer Trägerraketen](https://www.voxelmatters.com/agnikul-cosmos-india-large-format-am-facility-aerospace/), die vollständig mit einheimischer Technologie hergestellt werden.

Das Unternehmen veröffentlichte Aufnahmen, die zeigen, wie zwei selbst entwickelte, elektrisch angetriebene, pumpengespeiste Einteil-Triebwerke einen thermischen Gleichgewichtszustand erreichen und 49 Sekunden lang eine gleichmäßige Leistung aufrechterhalten. Der erfolgreiche Test bestätigt die Zuverlässigkeit der Triebwerke unter realen Betriebsbedingungen und [bringt Agnikul der Flugbereitschaft seiner Orbitalrakete Agnibaan einen Schritt näher](https://www.voxelmatters.com/agnikul-cosmos-3d-prints-largest-swingle-piece-inconel-rocket-engine/). Der Test wurde mit Unterstützung der ISRO und IN-SPACe durchgeführt und unterstreicht die wachsende Rolle des privaten Sektors Indiens bei der Entwicklung fortschrittlicher Antriebssysteme.

Eine wichtige Innovation liegt in der Pumpentechnologie der Triebwerke. Das System wird von vier Pumpen angetrieben, die jeweils von einem unabhängigen Elektromotor angetrieben werden, wodurch die in herkömmlichen Raketen verwendeten komplexen Turbopumpen überflüssig werden. Die meisten Komponenten werden intern im 3D-Druck hergestellt, was schnellere Iterationszyklen und niedrigere Produktionskosten ermöglicht. Die Pumpendrehzahlen werden mithilfe von proprietären Antrieben und Software, die im Inland entwickelt wurden, präzise gesteuert. Diese pumpengespeiste Architektur ermöglicht eine Drosselklappensteuerung, eine entscheidende Funktion für eine genaue Orbitalinsertion und zukünftige Wiederverwendbarkeit, wodurch Agnikul mit den weltweit führenden Raketenherstellern konkurrieren kann.

![Agnikul successfully fires dual 3D printed rocket engines. Four pumps power the system, each driven by an independent electric motor.](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2025/12/HERO-1024x488-1.png)

Das Unternehmen hat außerdem Pläne zur Entwicklung einer vollständig wiederverwendbaren, kosteneffizienten Trägerrakete vorgestellt, [deren Konzept mit dem der Falcon 9 vergleichbar ist](https://www.voxelmatters.com/spacex-falcon-9-rocket-launches-albapod-3d-printed-satellite-deployers/). Diese Roadmap wurde auf dem Internationalen Astronautischen Kongress 2025 in Sydney vorgestellt, zusammen mit der Bekanntgabe mehrerer Patente, die in den Vereinigten Staaten, Europa und Indien angemeldet wurden.

Agnikul wurde 2017 von Absolventen des IIT Madras gegründet und strebt an, Agnibaan SOrTeD (SubOrbital Technological Demonstrator) bis Anfang 2026 von seiner privaten Startrampe in Sriharikota aus zu starten. Seine semi-kryogenen Triebwerke, die mit flüssigem Sauerstoff und Flugkraftstoff betrieben werden, stellen eine bedeutende Abkehr von den festen und kryogenen Boostern dar, die die aktuelle Flotte der ISRO dominieren. Zu den bisherigen Meilensteinen zählen der weltweit erste statische Test eines 3D-gedruckten halb-kryogenen Triebwerks im Jahr 2023 und die Anfang dieses Jahres abgeschlossenen Captive-Tests.

Diese Entwicklungen stehen im Einklang mit den Reformen des indischen Raumfahrtsektors, die bis 2029 bis zu 50 Starts pro Jahr zum Ziel haben. Der jüngste Test stärkt die Position von Agnikul auf dem kommerziellen Markt für Kleinsatelliten, ergänzt die Schwerlastmissionen der ISRO und unterstützt die langfristige Vision Indiens, einschließlich der geplanten Bharatiya Antariksh Station bis 2035.