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title: "3D-gedruckte Prothese nutzt integrierte Drucksensoren"
url: https://www.voxelmatters.com/de/3d-gedruckte-prothese-nutzt-integrierte-drucksensoren/
date: 2026-03-03
modified: 2026-03-03
lang: de
author: "Joseph Caron-Dawe"
description: "Forscher der Simon Fraser University (SFU) haben eine 3D-gedruckte Prothesenmanschette entwickelt, die mithilfe eingebetteter Drucksensoren und künstlicher Intelligenz individuelle Manschettenentwürfe auf der Grundlage der Biomechanik des jeweiligen Patienten erstellt. Das..."
categories:
  - "Medizinische Forschung"
  - "Medizinisches AM"
  - "Prothetik"
tags:
  - "future"
image: https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-01-640x400.jpg
word_count: 424
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# 3D-gedruckte Prothese nutzt integrierte Drucksensoren

Forscher der [Simon Fraser University (SFU)](https://www.voxelmatters.com/sfu-sustainable-3d-printed-electronics/) haben eine [3D-gedruckte Prothesenmanschette](https://www.voxelmatters.com/engineers-develop-advanced-prosthetic-hand-using-3d-printing/) entwickelt, die mithilfe eingebetteter Drucksensoren und künstlicher Intelligenz individuelle Manschettenentwürfe auf der Grundlage der Biomechanik des jeweiligen Patienten erstellt.

Das System basiert auf einer Silikonauskleidung mit eingebetteten Miniaturdrucksensoren, die der Patient unter der Prothesenfassung trägt. Die Auskleidung erfasst kontinuierlich die Kraftverteilung auf den Stumpf bei Aktivitäten wie Stehen, Gehen und Lehnen. Daraus wird ein biomechanisches Profil erstellt, das in KI-Algorithmen eingespeist wird, um ein patientenspezifisches Design für die Prothesenfassung zu generieren.

[![Researchers at Simon Fraser University have developed a 3D printed prosthetic limb socket that uses embedded pressure sensors and artificial intelligence to generate custom socket designs, based on individual patient biomechanics](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-02-640x400.jpg)](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-02.jpg)

Image: SFU AM Lab

[![Researchers at Simon Fraser University have developed a 3D printed prosthetic limb socket that uses embedded pressure sensors and artificial intelligence to generate custom socket designs, based on individual patient biomechanics](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-03-640x400.jpg)](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-03.jpg)

Image: SFU AM Lab

„Zum ersten Mal erfasst diese 3D-Drucktechnologie einzigartige Druck- und Kraftverteilungsdaten eines Patienten und nutzt diese Daten, um eine maßgeschneiderte Prothese zu entwerfen und eine viel leichtere, atmungsaktivere und druckempfindliche Prothesenfassung herzustellen“, sagte Woo Soo Kim, leitender Professor des Additive Manufacturing Lab an der Simon Fraser University und korrespondierender Autor der [in *Biosensors and Bioelectronics* veröffentlichten Studie](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0956566326001922?via%3Dihub).

## Gitterstrukturen ersetzen massive Füllungen und sorgen für eine hervorragende Energieabsorption

Das SFU-Team wandte bei der Konstruktion der Fassung eine Gitterstruktur nach dem Vorbild des [Gyroid-Musters – einer kontinuierlichen dreidimensionalen Netzwerkgeometrie](https://www.voxelmatters.com/cityu-hk-researchers-3d-print-bone-scaffolds-with-superelasticity/) – anstelle einer herkömmlichen Vollfüllung an. Die Inspiration kam von den strukturellen Prinzipien, die in Waben und trabekulärem Knochen zu finden sind, die eine „schwammigere” Struktur aufweisen.

![Researchers at Simon Fraser University have developed a 3D printed prosthetic limb socket that uses embedded pressure sensors and artificial intelligence to generate custom socket designs, based on individual patient biomechanics](https://www.voxelmatters.com/wp-content/uploads/2026/03/SFU-prosthetic-04-340x335.jpg)Bildquelle: SFU AM Lab

Die Ergebnisse waren signifikant. Tests zeigten, dass die gitterbasierten Sockel Energie deutlich besser absorbierten als herkömmliche Designs.

Im Stehen stieg die Energieabsorption um 1.600 %, während beim Gehen eine Erhöhung der Energieableitung um 1.290 % zu verzeichnen war. Zu den potenziellen Vorteilen für die Nutzer könnten eine Verringerung von Druckgeschwüren, Schmerzen und muskuloskelettalen Komplikationen im Zusammenhang mit der Verwendung herkömmlicher Prothesen gehören.

Das Design verbesserte auch die Luftzirkulation durch die Schaftkonstruktion und reduzierte das Gesamtgewicht, wodurch häufige Probleme von Prothesenträgern wie Hautirritationen und Ermüdungserscheinungen bei längerem Tragen bekämpft werden.

## Ziele hinsichtlich klinischer Partnerschaften und Zugänglichkeit

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Hodgson Group Orthotics and Prosthetics entwickelt, deren Orthopädietechniker klinische Validierung und Fachwissen in Bezug auf Passform, Lastverteilung und langfristige Hautgesundheit einbrachten.

Loren Schubert, Orthopädietechniker bei der Hodgson Group, erklärte, dass die Beteiligung am Entwicklungs- und Bewertungsprozess einen starken Fokus darauf legte, wie „datengestütztes Design die Passform, den Komfort und die langfristige Hautgesundheit von Prothesen erheblich verbessern kann – Bereiche, die unsere Branche seit Jahrzehnten vor Herausforderungen stellen“.

Kostensenkung und Skalierbarkeit der Fertigung waren zentrale Forschungsziele, mit dem Ziel, die Technologie über lokale Prothesenanbieter verfügbar zu machen.

„Wir möchten lokalen Prothesenherstellern helfen, ihre Kunden besser zu versorgen, und sicherstellen, dass bequemere, individuell angepasste Prothesen für alle, die sie benötigen, erschwinglich und zugänglich sind“, fügte Kim hinzu.