
Laut der Universität Pretoria hat die Forschung einer frisch promovierten Doktorandin zur Entwicklung eines Hautersatzprodukts geführt, das die Möglichkeit von 3D-biogedruckten „natürlichen“ Hautalternativen zu herkömmlichen Transplantaten vorantreibt. Dr. Hafiza Parkar ist Dozentin am Institut für Pharmakologie. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Wunden mit sekundärer Wundheilung – wie Verbrennungen und Geschwüre –, die offen bleiben, um auf natürliche Weise zu heilen, anstatt genäht zu werden.
„Die Entwicklung fortschrittlicher Hautersatzprodukte, die die menschliche Haut nachbilden, bietet eine vielversprechende Lösung für die Behandlung von Wunden mit sekundärer Wundheilung”, so Dr. Hafiza Parkar. „Aktuelle Goldstandard-Behandlungen wie Hauttransplantationen sind durch die Verfügbarkeit von Spendern, Immunabstoßung und Begleiterkrankungen der Patienten eingeschränkt. Azeluläre Hautgerüste (ADS) [zellfreie, hautähnliche Strukturen, die die Heilung unterstützen] bieten eine vielversprechende Alternative, bei der durch Dezellularisierung Zellen und immunogene Komponenten entfernt werden, während die natürliche extrazelluläre Matrix der Haut erhalten bleibt, wodurch das Abstoßungsrisiko verringert wird. ADS sind kostengünstig und aufgrund ihrer strukturellen Integrität und Vielseitigkeit ein führendes Biomaterial für Wundtherapien der nächsten Generation.“
Durch den Einsatz neuartiger Dezellularisierungstechniken zeigte das in ihrer Studie entwickelte ADS sowohl allein als auch in Kombination mit plättchenreichem Plasma eine schnellere und effektivere Heilung in Tiermodellen. Diese Ergebnisse untermauern das Potenzial für die Behandlung komplexer und chronischer Wunden und ermöglichten durch eine transdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Forensic Anthropology Research Centre der UP weitere Arbeiten an 3D-biogedruckten ADS.
„Der 3D-Bioprinting ermöglicht es uns, individuell anpassbare azelluläre Hautgerüste zu erstellen, die auf die spezifische Größe, Tiefe und Beschaffenheit der Wunde jedes Patienten zugeschnitten werden können und sogar deren eigene Zellen enthalten“, so Dr. Parkar. „Dieser personalisierte Ansatz wird die Wirksamkeit der Behandlung verbessern und eine bessere Passform gewährleisten, was möglicherweise zu einer schnelleren und effizienteren Heilung führt und sowohl das Gesundheitssystem als auch den Patienten entlastet.“